28. Februar 2010 – Beseitigung Sturmfolgen Orkan Xynthia, Verbandsgemeindegebiet Otterberg [3. Update]

Abschlussbericht vom 8. März 2010

Nach dem Orkan zieht die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterberg eine erste Bilanz. Neben einem stürmischen Sonntag bescherte Xynthia den Wehrleuten über 40 Einsätze. Zuerst wurde vormittags die Einheit Otterberg alarmiert. Die übrigen Wehren, Heiligenmoschel, Niederkirchen und Schallodenbach kamen später hinzu. Zeitweise waren rund 60 Feuerwehrangehörige im Einsatz. Einige davon waren teilweise mehrere Stunden am Stück wegen Xynthia unterwegs. Auch am Folgetag waren die Einsatzkräfte erneut für rund 90 Minuten unterwegs, um die letzten gemeldeten Einsatzstellen abzuarbeiten.

Oft waren Motorsägen im Betrieb, um umgestürzten Bäume zu beseitigen. Gerade die Strecken Otterberg – Höringen und die davon abgehende Kreisstraße zum Drehenthalerhof waren öfters blockiert. Diese Waldstrecken sowie die Kreisstraße zwischen dem Althütterhof und dem Weinbrunnerhof wurden nachmittags voll gesperrt. „Die Einsatzkräfte begaben sich auf der L387 Richtung Höringen in große Gefahr. Nachdem für uns klar war das keine Personen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen waren, stellten wir die Arbeiten ein und veranlassten eine Vollsperrung der Landstraße.“, sagte Wehrführer Hendrik Braun. Die Straßenmeisterei Rockenhausen ließ die Strecke zwischen der Abfahrt Drehenthalerhof und Höringen über Nacht gesperrt.

Xynthia deckte zudem einige Dächer ganz oder teilweise ab. Darunter auch ein Dach eines Otterberger Feuerwehrmannes. Während er mit seinen Kameraden im Sturmeinsatz war wurde ein Teil seines Hausdaches abgedeckt. Besitzer und die Wehrleute deckten es zusammen zu. Auch an anderen Einsatzstellen deckten Einsatzkräfte Dächer wieder zu oder sorgten für eine provisorische Abdeckung.

Es kam zeitweise zu einem Stromausfall in Teilen der Verbandsgemeinde. Davon betroffen war auch die Feuerwehreinsatzzentrale Otterberg. „Das Licht war plötzlich aus. Sofort holten meine Kameraden einen Stromerzeuger aus dem Keller, damit wenigstens die Telefonanlage und das Fax funktionieren.“, so der EDV-Beauftragte der Feuerwehr, Harald Laier. Auch die Relaisstation auf dem Schlossberg wurde mit einem kreiseigenen Stromgenerator während dem Stromausfall versorgt. Ansonsten hätte es zu Störungen im Bereich des Feuerwehrfunks im Landkreis Kaiserslautern kommen können.

Baum drohte auf Haus zu stürzen
Eine rund 20 Meter hohe Tanne drohte auf dem Althütterhof auf ein Haus zu stürzen. Lediglich die Äste eines Nachbarbaumes hielten den Baum. Zunächst schnitten die Wehrleute einen Weg frei. Mit einem Rückefahrzeug wurde die Gefahrenstelle beseitigt.

Zwei Dachstände abgerissen – Leitungen blockieren Eingangstür
In Schneckenhausen riss Xynthia zwei Dachständer ab. Die Kabel blockierten die Eingangstür zu einem Wohnhaus. Die Wehrleute vor Ort informierten die Hausbewohner über die Gefährdung. Eine an den Wohnhäusern vorbeiführen Straße wurde gesperrt. Die Feuerwehreinsatzzentrale verständigte den zuständigen Stromversorger, der während dem Sturm schwer erreichbar war. Nach über zwei Stunden Wartezeit traf der Außendienst an der Einsatzstelle ein. Damit war der Feuerwehreinsatz beendet.

Vergleich Emma und Kyrill
Bei Orkan „Emma“ vor zwei Jahren rückte die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterberg 14mal aus. Bei Kyrill, der Mitte Januar 2007 tobte, waren es insgesamt 12 Einsätze.

Meldung 21:30 Uhr

Kurz vor 21:30 Uhr meldete sich die Feuerwehreinsatzzentrale Otterberg bei der Integrierten Leitstelle Kaiserslautern ab. Über 40 Einsätze wurden bewältigt. Die genaue Zahl wird erst in den nächsten Tagen feststehen. Über 60 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Einige davon verbrachten fast den ganzen Sonntag bei der Feuerwehr. Ein abschließender Bericht folgt ebenfalls in den nächsten Tagen.

Ein Großteil der Einsätze waren umgestürzte Bäume, die Straßen ganz oder teilweise blockierten. Nachmittags stellten die Einsatzkräfte beispielsweise auf der Landesstraße zwischen Otterberg und Höringen die Einsatzmaßnahmen ein. Der Wind nahm zu und zugleich nahm die Gefährdung für das ausgerückte Personal zu. Die Straße wurde voll gesperrt. Laut Straßenmeisterei Rockenhausen bleibt die Straße während den Nachtstunden gesperrt.

Xynthia deckte zudem einige Dächer ganz oder teilweise ab. Darunter auch ein Dach eines Otterberger Feuerwehrmannes. Es kam zeitweise zu einem Stromausfall in Teilen der Verbandsgemeinde.

Erstmeldung 18:15 Uhr

Seit rund sieben Stunden ist die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Otterberg im Einsatz, um Sturmfolgen durch den Orkan Xynthia zu beseitigen. Bis 17 Uhr waren es über 30 verschiedene Einsatzstellen.