PM Nr. 93 – 21. September 2010 „Windenergieanlagen kennengelernt“

Niederkirchen – Während einer gemeinsamen Übung lernten Feuerwehrangehörige aus Niederkirchen und Schallodenbach am 13. September die Windenergieanlagen (WEA) bei Heimkirchen kennen. Torsten Schwarz von der Firma Juwi aus Wörrstadt erklärte den Teilnehmern den Windpark der Betreiberfirma Pfalzwind. Er öffnete auch eine der insgesamt zehn WEA, um den Eingangsbereich zu zeigen.

Allein die technischen Daten beeindruckten die Übungsteilnehmer. Jede Anlage hat eine Nennleistung von 2.000 Kilowatt, eine Nabenhöhe von 98 Metern und einen Rotordurchmesser von 70 Metern. Hersteller der zehn WEA ist die Firma Enercon.

Gelegentlich kommen Feuerwehren bei WEA zum Einsatz, wenn der Rotorkopf brennt oder eine Person im oberen Anlagenbereich notärztliche Hilfe braucht. Bei einem Brand kann die Feuerwehr lediglich den Bereich um die Anlage herum absperren. Brennende Teile in diesem Bereich können dann nur mit Werfern von außerhalb her gelöscht werden. Drehleitern und die Pumpen sind für eine Höhe von 98 Metern nicht ausgelegt. Hinzu kommt die Gefahr durch die Elektrizität.

Braucht eine Person notärztliche Hilfe, dann kann die örtliche Feuerwehr lediglich die Einsatzstelle erkunden und die Höhenretter unterstützen. Die nächste Höhenrettereinheit ist bei der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern stationiert. In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit insgesamt sechs solcher „Feuerwehr-Facheinheiten Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“, wie diese Einrichtungen offiziell heißen.