PM Nr. 4 – 10. Januar 2011 „Hochwasser und Überflutungen durch Regenfälle und Schneeschmelze“

Otterberg – Regenfälle und Schneeschmelze sorgten am 6. und 7. Januar auch im Bereich der Verbandsgemeinde Otterberg für Hochwasser und Überflutungen.

Einsatzschwerpunkte am Donnerstag: Niederkirchen und Schallodenbach

Da der Odenbach im Bereich der Grundschule Niederkirchen angrenzende Gebäude bedrohte, wurden an dieser Stelle Sandsäcke verbaut und mehrere Hauseingänge gesichert. Sand brachte ein ortsansässiger Baustoffhändler kurz nach der Verständigung in die Schulstraße. Vor Ort füllten die Wehrleute die Sandsäcke und verbauten sie anschließend. Während den Nachtstunden kontrollierten Einsatzkräfte aus Niederkirchen regelmäßig den Pegel und den Sandsackwall.

Freitagmittags lagen zwei Baumstämme im Odenbach und versperrten die Brücke an der Grundschule. Der Bagger eines örtlichen Bauunternehmens beseitigte die Hindernisse aus dem Bach. Feuerwehrangehörige aus Niederkirchen setzten die regelmäßigen Kontrollen des Odenbachs fort. Aufgrund des gesunkenen Pegels und der damit „weggeflossenen“ Hochwassergefahr wurde die Einsatzbereitschaft gegen 18 Uhr aufgelöst.

Am Donnerstag um 18:50 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern die Feuerwehren aus Otterberg und Schallodenbach zu einer Straßenüberflutung. Ein Straßengraben an der Landesstraße zwischen Schneckenhausen und Schallodenbach war vollgelaufen. Das Wasser stand auf einer Fahrbahnhälfte. Wasser aus den angrenzenden Äckern lief nach. Dadurch war der Verkehr gefährdet. Die Feuerwehreinsatzzentrale Otterberg verständigte den Notdienst der Straßenmeisterei Kaiserslautern. Ein Außendienstmitarbeiter sicherte die Gefahrenstelle ab.

Ebenfalls am Donnerstag war ein Gitter in einem Bach, das vor einem Kanal oberhalb des Dorfgemeinschaftshauses Heimkirchen installiert ist, durch Treibgut blockiert. Das aufgestaute Wasser drohte über den Bornweg in Richtung Brunnenstraße zu fließen. Feuerwehrangehörige entfernten das Treibgut, um eine Überschwemmung in Heimkirchen zu verhindern. In regelmäßigen Abständen wiederholten die Einsatzkräfte die Beseitigung, da sich mit dem nachfließenden Wasser wiederholt Treibgut in dem Gitter verfing.

Am Donnerstagabend schoss Wasser von den Hängen oberhalb der Schallodenbacher Grundschule an dem Gebäude vorbei auf die Felsstraße. Die Einsatzkräfte öffneten die Straßeneinläufe. Das Wasser auf der Straße floss ab.

Feuerwehrangehörige warnten die Bewohner von zwei Wohnhäusern in der Schallodenbacher Schloßstraße vor dem Hochwasser. Die Gebäude waren durch den angrenzenden Odenbach bedroht. Die Bewohner brachten unter anderem ihre Autos in Sicherheit, die in den Garagen neben dem Bach abgestellt waren.

Am Freitag um 1:43 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern die Feuerwehr Niederkirchen erneut, weil die Heimkircher Straße überflutet war. Da eine Verrohrung im Bereich Hardter Straße / Am Steinhügel die Wassermassen nicht mehr fasste, lief das Wasser auf die Straße. Die Wehrleute öffneten die Senkkästen und bauten mit Sandsäcken einen Damm. Der Bauhof der Verbandsgemeinde Otterberg stellte Sperrbarken auf, da eine Straße wegen den geöffneten Einläufen gesperrt wurde.

Die Situation in der Wallonenstadt Otterberg

Die erste Einsatzstelle am Donnerstag war in der Lauerhöferstraße von Otterberg. Ein Bach drohte über die Ufer zu treten. Dadurch war ein Neubau gefährdet. Ein Hausbewohner hatte die Feuerwehr daher verständigt. Mit Sandsäcken errichteten die Wehrleute einen Wall, um das Gebäude vorsorglich gegen eine Überflutung zu sichern. Nach rund 30 Minuten war der Einsatz beendet.

Außer der Einsatzstelle in der Lauerhöferstraße waren in der Stadt Otterberg keine weiteren Einsatzmaßnahmen notwendig. Am Donnerstag überprüften die Einsatzkräfte aus der Wallonenstadt vorsorglich den Otterbach im Bereich der Grundschule, den Solarpark und die Kneippanlage in der Althütterstraße. An diesen Orten war es in der Vergangenheit insbesondere bei Starkregen zu Hochwasser und Überflutungen gekommen. Die Überprüfungen verliefen aus Feuerwehrsicht jeweils negativ – kein Eingreifen notwendig.