22. August 2011 – Großbrand, Kaiserslautern Kleber-Kaserne [2. Update]

Gegen 2:40 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern die sogenannte „Maschinistengruppe“ der Feuerwehr Otterberg. Auf dem Gelände der Kleber-Kaserne, eine Liegenschaft des US-Militärs in der Stadt Kaiserslautern, brannte der Dachstuhl eines Supermarktes. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe rückten Einsatzleitwagen, Drehleiter (DLK) und ein Tanklöschfahrzeug (TLF) zu dem Großbrand aus.

An der Gebäuderückseite nahmen die Wehrleute ein C-Rohr über die DLK vor. Das TLF stellte die Löschwasserversorgung sicher. Die Einsatzkräfte im Korb der DLK arbeiteten unter Atemschutz. Im späteren Einsatzverlauf öffneten die Wehrleute über die DLK die Dachhaut, um Glutnester löschen zu können. Einsatzende für die acht Einsatzkräfte aus der Wallonenstadt war gegen 6:45 Uhr.

Neben der Feuerwehr Otterberg waren die us-amerikanische Militärfeuerwehr, die Feuerwehr Kaiserslautern und Einheiten des Katastrophenschutzes aus der Barbarossastadt vor Ort tätig.

update: 23. August 2011, 7 Uhr

22.08.2011, 17:15 – Kriminaldirektion Kaiserslautern
Kaiserslautern, Brand in Einkaufsmarkt

Auf dem Gelände einer amerikanischen Militärkaserne hat es in der Nacht zu Montag gebrannt. Aus bislang unbekannter Ursache brach kurz vor Mitternacht in einem Lebensmittelgeschäft ein Feuer aus. Das Gebäude brannte komplett aus. Außerdem griffen die Flammen auch auf ein angrenzendes Bürogebäude über, das dadurch erheblich beschädigt wurde. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Morgen.
Der Sachschaden beläuft sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf mehrere hunderttausend Euro. Verletzt wurde zum Glück niemand. Foto: Der erst kürzlich renovierte Dachstuhl des benachbarten Bürogebäudes fiel den Flammen ebenfalls zum „Opfer“.
Bei ersten Ermittlungen der Kripo wurden keine Hinweise auf Brandstiftung gefunden. Derzeit wird von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen.
Quelle: Polizei Rheinland-Pfalz

Bericht bei Stars And Stripes (englisch; Newsportal der us-amerikanischen Streitkräfte)

update: 1. September 2011, 20 Uhr

Feuer Kleberkaserne
Kooperativer Einsatz der Feuerwehrmänner hält Feuer auf Kleber Kaserne in Schach
KAISERSLAUTERN, Deutschland- Feuerwehrmänner der U.S. Army, U.S. Air Force und örtliche deutsche Feuerwachen arbeiteten die Nacht zum Sonntag durch, um einen Brand in Schach zu halten, welcher den Supermarkt in der Kleber Kaserne und einige benachbarte Büros in der Nacht des 20. August zerstört hatte.
Das Lebensmittelgeschäft, ein regelmässiger Zwischenstop für Soldaten, Zivilisten und Familienmitglieder, hat kurz vor Mitternacht Feuer gefangen. Eine Dame die vorbeifuhr, nahm Flammen wahr und hat das Feuer gemeldet. Innerhalb weniger Minuten wurden dutzende Feuerwehrmänner einberufen.
Dicker Rauch stieg in den nächtlichen Himmel als Axel Pollmann, Stellvertretender Wehrleiter der Garnison, die Autobahn an der Ausfahrt Kaiserslautern Ost verliess. Als er auf die Kaserne zufuhr, sah er 15 meter hohe Flammen in den Himmel ragen.
„Das ganze Gebäude war in Flammen verschlungen“, sagte Pollmann. „Fünf Minuten später brach das Dach zusammen und die Flammen breiteten sich weiter aus. Es war ein sehr hartnäckiges Feuer.“
U.S. Air Force Vertreter in Ramstein haben Feuerwehrmänner von einer nahegelegenen Air Force Wache entsandt. Feuerwehrmänner der Stadt Kaiserslautern haben ebenfalls auf den Notruf reagiert. Danach haben sich auch zivile Feuerwehrmänner der US Garnison in Sembach und dem Army Depot in Miesau angeschlossen.
„Die Feuerwehrmänner der Army haben nach ihrem Eintreffen die Bekämpfung von innen übernommen“, sagte Pollmann.
Weitere U.S. Air Force Feuerwehrmänner trafen ein. Mit Drehleitern wurden die Flammen von oben gelöscht. Deutsche Freiwillige aus Otterberg trafen mit einem weiteren Einsatzwagen ein. Alles in allem, haben ungefähr 50 Feuerwehrmänner teilgenommen. Ihr gemeinsamer Einsatz war beispielhaft, sagte Pollmann.
„Es hätte schlimmer kommen können, wenn wir nicht zusammen gearbeitet hätten,“ sagte Pollmann. „Ich meine, das gesamte Gebäude hätte niederbrennen können“.
Die Feuerwehrmänner sind sich einig, dass dies der grösste Gebäudebrand auf einem Stützpunkt der Army in Kaiserslautern war. Sie haben den Strom im gesamten Gebäude abgestellt und löschten bis zum Sonnenaufgang. Gegen 05:45 was das Feuer fast bekämpft. Der Rauch glühender Kohle stieg auf, als die Ermittler versuchten den Schaden zu begutachten. Die Ursache des Feuers wird untersucht. Niemand wurde verletzt.
Montag früh haftete der Geruch des Rauchs sehr dicht an der feuchten Luft quer über die gesamte Kaserne. Trüber Abfluss strömte von der Brandstelle in nahegelegene Abflusskanäle. Neugierige Passanten starrten in die rauchenden Trümmer, schossen Bilder und schüttelten ihre Köpfe.
Stacey Peters, eine Angestellte des nahegelegenen Hauptquartiers der Zeitung „Stars and Stripes“ wunderte sich über den Menschenauflauf und lief hinüber, um es selbst zu sehen, sagte sie.
„Ich besuche die ‚Shopette‘ sehr oft, normalerweise besorge ich mir dort ein Wasser oder einen Snack am Nachmittag,“ sagte Peters während sie die verkohlte Eingangstür fotografierte.
Die Leitung der Garnison arbeitete gemeinsam mit „Army&Exchange Service“ Vertretern daran, einen vorläufigen Supermarkt in einem nahegelegenen Zelt auszustatten, sagte Rosenberg, AAFES Kaiserslautern Geschäftsführer.
„Der ‚Exchange‘ tut alles Mögliche um den vorläufigen Supermarkt so schnell wie möglich auf die Beine zu stellen, um eine anhaltende Unterbrechung des Services nach diesem Ereignis für die Gemeinde zu vermeiden. “, sagte Rosenberg. „Wir haben alle Mann an Deck und verwenden alle verfügbaren Ressourcen, um den Betrieb der vorläufigen Einrichtung bis zum Wochenende in Gang zu setzen.“
Die Büros und Schulungsräume für Sicherheitsleute von Vertragspartnern und das Training der Zivilisten wurden ebenfalls zerstört.
In diesem Gebäude wurden Personalakten von Zivilisten aufbewahrt. Arbeiter haben die unbeschädigten Akten am Montag entfernt.
Die Kindertagesstätte hinter dem Supermarkt, ein Betreuungsangebot für Kinder aus Militärfamilien hat Schaden genommen und wird voraussichtlich für zumindest eine Woche geschlossen sein, sagt Steven Pelletier, Leiter der Abteilung für Marketing und soziale Dienstleistungen der Garnison, welcher die Kinder- und Jugendprogramme leitet.
Am Montag, ein freier Tag für die meisten Soldaten der U.S. Army in Europa, hat das Personal der Tagesstätte die Familien einberufen, um sie über die Siuation aufzuklären und alternative Standorte für die Betreuung anzubieten. Die meisten Kinder und das Personal werden in die Tagesstätte in Landstuhl gehen. Einige werden in Sembach betreut. Weiterhin wird bis auf weiteres auch die stundenweise Betreuung in Miesau angeboten, sagt Pelletier.
„Jeder, der einen Betreuungsplatz hat, wird auch weiterhin das Betreuungsangebot wahrnehmen können,“ sagt Pelletier. „Wir möchten jeden darum bitten flexibel zu sein, während wir uns hier durcharbeiten.“
Rick Scavetta, Pressebüro der U.S. Army Garrison Kaiserslautern
Quelle: Amtsblatt der Verbandsgemeinden Otterbach und Otterberg Nr. 35/2011 vom 1. September 2011