In Trebendorf sind die meisten Mädchen am Start

Jugendfeuerwehr aus Brandenburg fällt in Cottbus auf / Fünfte Teilnahme

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Cottbus – Es ist 14.30 Uhr. Jugendfeuerwehrwart Norman Schlüter hat die Anmeldung mit seiner Gruppe gerade durch, jetzt soll es auf die Bahn gehen. Die Jugendlichen aus dem 500-Seelen-Dorf Trebendorf aus Brandenburg sind die Ruhe selbst. Keine Hektik, keine Aufregung ist zu spüren.

Die Jugendfeuerwehr ist zum fünften Mal in Folge auf Bundesebene dabei. Alles Routine. Trotzdem fallen sie auf: Keine andere Jugendgruppe bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Cottbus hat so viele Mädchen dabei. „Das liegt am Jahrgang“, erläutert Norman Schlüter: „Wir haben grad kaum Jungsin diesem Alter im Dorf.“

Sieben Mädchen, zwei Jungen: Die Jugendfeuerwehr Trebendorf (Brandenburg) fällt bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Cottbus auf. Foto: Henrik Strate / DJF
Sieben Mädchen, zwei Jungen: Die Jugendfeuerwehr Trebendorf (Brandenburg) fällt bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Cottbus auf. Foto: Henrik Strate / DJF

Erster wichtiger Programmpunkt nach dem freien Vormittag war für die Jugendfeuerwehren am Donnerstag der Trainingsnachmittag. 20 Mannschaften aus zwölf Bundesländern traten an, um sich in die richtige Stimmung zu bringen, ein Gefühl für die Bahn zu bekommen und letzte Fehler auszubessern. Die Jugendfeuerwehr Trebendorf ist nicht nur die Gruppe mit der kürzesten Anfahrt, sie stechen auch mit sieben Mädchen und nur zwei Jungs aus dem Durchschnitt heraus.

Jetzt geht es los: Schiedsrichter Jürgen Kindlberger nimmt die Gruppe auf den Rasen. Der A-Teil darf geprobt werden, 15 Minuten haben sie Zeit. Über den Wassergraben, die Hürde und den Tunnel geht es auf die Zielgerade zu den Knoten und der Kübelspritze. Die Gruppe ist schnell. Am Ende werden es 58 Sekunden. Jugendwart Schlüter ist zufrieden. Aber bei den Punkten hagelt es kräftig ein. Zu viele Drehungen, falsch gelegter Knoten, Übertritt. „Alles kein Beinbruch“, sagt der erfahre Trainer. „Am Freitag wird Zuhause noch einmal geübt. Bei 20 Kilometern Entfernung ist das drin.“ Und das Duschen daheim wird auch alle freuen, denn das Thermometer war selten unter 30 Grad.

Quelle: DFV-Presseinformation Nr. 40/2012 vom 27. Juli 2012