Training an Hakenleiter, Strahlrohr und Hindernis

Kurze Erklärung der Disziplinen bei den Deutschen Meisterschaften 2012

Logo "Deutscher Feuerwehrverband e.V." (DFV)

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Cottbus – Hochspannung bei der Hakenleiter, letzte Änderungen beim Löschangriff: Das Training der Gruppen bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften in Cottbus ist im vollen Gange. Im Sportzentrum an der Dresdner Straße machen sich die Mannschaften seit 7.30 Uhr mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut; bereits gestern standen bei den Feuerwehrsportlern Trainingseinheiten auf dem Programm. Insgesamt starten 1.600 Feuerwehrangehörige in 118 Teams in den Bereichen Traditioneller Internationaler Feuerwehrwettbewerb (74), Internationaler Feuerwehrsportwettkampf (24) und Internationaler Jugendwettbewerb (20).

Am Vormittag fand im Stadion das Training der traditionellen Wettbewerbe statt: Auf dem Rasen wurden rasend schnell Schläuche für den Löschangriff auf Zeit verlegt; auf der Tartanbahn absolvierten die Feuerwehrmänner und -frauen den 400m-Staffellauf. Bei diesem müssen die acht Mitglieder jeweils 50 Meter zurücklegen und Hindernisse wie einen Schwebebalken oder eine Wand überwinden oder eine acht Meter lange Röhre durchqueren. Als Staffelholz fungiert hierbei ein Strahlrohr.

Hochleistung schon beim Training - Traditioneller Internationaler Feuerwehrwettbewerb. Foto: Tom Reher
Hochleistung schon beim Training – Traditioneller Internationaler Feuerwehrwettbewerb. Foto: Tom Reher

Bei den Sportwettbewerben wird zwischen Mannschafts- und Einzeldisziplinen unterschieden. Einzeldisziplinen sind die 100 Meter Hindernisbahn und das spektakuläre Hakenleitersteigen bis ins dritte Obergeschoss, dessen Finalläufe während der Eröffnungsveranstaltung stattfinden. Innerhalb von 15 Sekunden legen die Feuerwehrleute rund 35 Meter Laufstrecke zurück und erklimmen den 10,85 Meter hohen Turm. Nach jedem Stockwerk muss die Hakenleiter hochgezogen und im nächsten Stockwerk eingehängt werden.

Zu den Mannschaftsdisziplinen gehören die 4×100 Meter-Hindernisstaffel sowie der Löschangriff nass. Der Aufbau des Löschangriffs ist angelehnt an einen realen Feuerwehreinsatz: Wie bei einem Löschangriff wird aus zwei Rohren Wasser auf eine Zielscheibe gespritzt – und zwar binnen rund 25 Sekunden. Der Angriffstrupp muss hierbei sprichwörtlich mit dem Wasser „um die Wette“ rennen, weil der Maschinist bereits Wasser auf die Leitungen gibt, obwohl die Leitungen noch nicht vollständig verlegt sind.

Die Jüngsten sind am Nachmittag an der Reihe: Die Jugendfeuerwehrteams üben ebenfalls für zwei Disziplinen: Zum einen zeigen sie einen Löschangriff, für den sie auch Feuerwehrknoten sicher beherrschen müssen. Zum anderen wartet der Staffellauf mit kleinen Aufgaben wie Schlauch aufrollen oder Leinenzielwurf auf.

Das Ticket für die Feuerwehr-Olympiade 2013 des Weltfeuerwehrverbandes CTIF im französischen Mulhouse lösen:

  • insgesamt 13 Gruppen bei den Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerben (nach Männer/Frauen bzw. mit/ohne Alterspunkte sortiert)
  • jeweils die drei besten Männer- und Frauenteams bei den Internationalen Feuerwehrsportwettkämpfen
  • die zwei besten Teams bei den Internationalen Jugendwettbewerben

Quelle: DFV-Presseinformation Nr. 38/2012 vom 26. Juli 2012