Landesfeuerwehrverbandsspitze formiert sich neu – Blaulicht-Fahrtrainer schreibt Geschichte

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Morbach – Die Delegierten der Mitglieder des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz haben in der Verbandsversammlung in Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich zahlreiche Neuerungen beschlossen, von denen der Präsident des LFV, Frank Hachemer, überzeugt ist, dass sie „Feuerwehrgeschichte schreiben“: Zwar schied mit dem Ablauf seiner Amtszeit der langjährige und verdienstvolle Vizepräsident Ferd Faber aus dem Amt, mit dem nun neu gewählten Andre Luipold aus Neustadt/Weinstraße ist nun der Generationswechsel in der Verbandsführung weiter vorangeschritten. Hachemer bedankte sich bei seinem scheidenden Stellvertreter Faber herzlich: „Du warst gerade in meinem ersten Jahr als neuer Präsident eine gute Stütze, die Zusammenarbeit war immer prima. Schade, dass Du gehst.“ Wegen seiner Verdienste ehrte ihn Hachemer mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes – „eine der wenigen Ehrungen, die Du bisher für Deine vielen Leistungen und Verdienste noch nicht erhalten hattest“, so Hachemer. Durch eine Anpassung der Satzung des Verbandes machten die Delegierten auch den Weg für weitere Entwicklungen im Präsidium frei: Die Verbandsspitze soll auf mehr Schultern verteilt, dazu ein weiterer Vizepräsident zur Vertretung der Regionen eingeführt werden. Mehr Transparenz und direktere Demokratie soll durch mehr Entscheidungskompetenzen für Gremien der Mitglieder, weniger Aufwand und Kosten bei gleichzeitiger Verringerung der Zahl der Verbandsversammlungen erreicht werden. Auch die Verbindung zu den Jugendfeuerwehren soll intensiviert werden, „hier ist die Wertschätzung äußerst hoch!“, so Hachemer.

Erstmals Blaulicht-Fahrten trainieren

Stolz zeigt sich der LFV, dass ihm die Unfallkasse Rheinland-Pfalz per in der Versammlung unterschriebener Nutzungsvereinbarung eine Trainigseinrichtung zur Verfügung stellt, mit der künftig Einsatz-Fahrer die Fahrt mit den Sondersignalen Blaulicht und Einsatzhorn praxisnah üben können: „Das gab es bisher in unserem Bundesland noch nicht – endlich kann diese Tätigkeit auch praktisch eingeübt werden, so LFV-Präsident Hachemer. Die Unfallkasse, die die Beschaffung komplett finanziert, verspricht sich von der Trainigseinrichtung eine merklich verringerte Anzahl an Unfällen bei Einsatzfahrten: „Wir sind sicher, mit diesem simulationsgestützten Verhaltenstraining das Unfall- und Schadensrisiko zu vermindern und auf ein kontrolliertes Verhalten der Einsatzkräfte in Stresssituationen einwirken zu können!“, so Beate Eggert, Geschäftsführerin der Unfallkasse. Sie unterzeichnete mit der Vereinbarung für die Nutzung des Sondersignal-Fahrtrainers gemeinsam mit dem LFV-Präsidenten den Start der Einrichtung der Anlage, die der LFV künftig betreiben wird. Für Hachemer ein „weiteres Zeichen für die hervorragende Zusammenarbeit der Feuerwehren mit der Unfallkasse und ein wichtiger Schritt für die Geschichte der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Rheinland-Pfalz, deren Fahrer damit trainieren werden.“ Das Lehrgangs-Angebot soll im ersten Quartal 2014 beginnen. Er ergänzt das allgemeine Fahrsicherheitstraining des LFV, bei der der generelle Umgang mit Feuerwehrfahrzeugen bereits trainiert wird, jedoch nicht die Blaulichtfahrten im Einsatzdienst.

Quelle: LFV-Presseinformation vom 28. September 2013