TUIS ist wichtiger Partner für Gefahrenabwehr

Interschutz: DFV-Vizepräsident lobt Engagement / 850 Einsätze für Experten

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Hannover – Zu 850 Einsätzen wurden die Experten aus den rund 130 Werkfeuerwehren im letzten Jahr angefordert, um bei Unfällen im Zusammenhang mit Chemikalien Hilfe zu leisten. Der Vorsitzende des Arbeitskreises „TUIS – Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie“, Dipl.-Ing. Rolf Haselhorst, stellte auf der Weltleitmesse Interschutz in Hannover die Einsatzzahlen des vergangenen Jahres vor.

Die Experten sind seit 33 Jahren in drei Stufen aktiv: Die Stufe 1 umfasst die telefonische Beratung der vor Ort tätigen Einsatzkräfte (2014: 723 Hilfeersuchen). Bei der Stufe 2 werden Spezialisten zur Beratung am Einsatzort eingesetzt (32-mal im Jahr 2014). Unmittelbar an der Schadenstelle wird technische Hilfe mit Einsatzkräften und -mitteln in der Stufe 3 geleistet (95 Einsätze im Jahr 2014).

Ulrich Behrendt, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), lobt die freiwillige Selbstverpflichtung des Verbandes der chemischen Industrie e. V. (VCI) in der Gefahrenabwehr: „Das Engagement bei der Beseitigung der Folgen von Unfällen mit Chemikalien durch die qualifizierten Mitglieder der den Unternehmen angeschlossenen Werkfeuerwehren hat sich bewährt.“ Der für den Bereich Werkfeuerwehren zuständige Vizepräsident schätzt den Einsatz der Kräfte: „Dass sie über den betrieblichen Umweltschutz hinaus auch die öffentlichen Feuerwehren unterstützen, ist ein wichtiger, wechselseitig verzahnter Beitrag für eine erfolgreiche Gefahrenabwehr in Deutschland.“

Inzwischen reicht der Einsatzradius sogar bis ins Ausland, und neben der mit 723 Anfragen sehr hohen Anzahl an telefonischen Beratungen ist mit 41 Prozent bei der Hilfeleistung der Stufe 3 das Abdichten die häufigste angefragte Unterstützungsleistung. Die Einsatzfrequenz ist weiterhin hoch. Aufgrund der Dichte von Werkfeuerwehren und Einsatzschwerpunkte findet durchschnittlich jeder zweite Einsatz in Nordrhein-Westfalen statt.

Quelle: DFV-Presseinformation Nr. 24/2015 vom 9. Juni 2015